Schule in Mont Roland

Etwas über Mont Roland und die Schule.

In Mont Roland leben Menschen der Stämme Serer, Wolof und Pheulh. Davon bekennen sich etwa 50% zum Islam und 50% zum Christentum. Die Menschen leben von Ackerbau und Viehzucht. In der Trockenzeit befinden sich fast nur Kinder und alte Menschen im Dorf. Die jungen Leute gehen in die Städte, um etwas Geld zu verdienen.

Der Verdienst einer Haushälterin in Dakar liegt zwischen 25 und 50 Euro pro Monat. Davon muss sie Miete und Strom bezahlen, Essen bekommt sie in der Familie. Das Ersparte dient zum Unterhalt der im Dorf verbliebenen Familie. Eine Familie hat im Durchschnitt sechs Kinder.
Zum Beginn der Regenzeit kommen alle wieder ins Dorf zurück, um die Felder zu bestellen. Zuerst baut man Hirse an, sie benötigt viel Wasser, danach Bohnen und zum Schluss Tomaten.

Die Ernährung besteht dem entsprechend aus Cuscus-Hirse, Bohnen und Tomaten. Selten gibt es etwas Trockenfisch, Fleisch nur an Festtagen. Kommen Gäste, bemüht man sich ein Hühnchen zu servieren

In Mont Roland gibt es eine kleine Färberei, Druckerei für Stoffe und eine Schneiderei. Mit dem Verkauf der Stoffe, Kleider, Taschen und Tischdecken verdienen sich die Frauen etwas Geld. Auch eine kleine Kranken- und Entbindungsstation ist vorhanden, die von einer Ordensschwestern betreut wird. Die häufigsten Krankheiten sind Malaria, Durchfall, Lebererkrankungen und Bronchitis.
In der Entbindungsstation, arbeiten Frauen aus dem Dorf,  die eine spezielle Ausbildung erhalten haben. Eine Geburt kostet 8 Euro. Das Geld kommt in eine gemeinsame Kasse. Davon werden Desinfektionsmittel und Medikamente usw. gekauft. Eine Mutter bleibt mit ihrem Säugling etwa zwei Tage auf der Station, und wird von zwei Frauen betreut. Wer die 8 Euro nicht bezahlen kann, entbindet zu Hause.

Der Alltag in Mont Roland beginnt um 6 Uhr morgens und endet um 20 Uhr abends.

Die Schule beginnt um 8 Uhr morgens.

Die Kinder gehen sechs Jahre in die Grundschule, dann vier Jahre zur weiterführenden Schule und drei Jahre auf das Gymnasium in Thiès.

Für Kinder aus entlegeneren Dörfern gibt es in Mont Roland ein kleines Internat. Im Wochenwechsel betreut eine Mutter die Kinder und kocht auch für sie. Seit 2001 können am Gymnasium Thiès 50 Schüler aus Mont Roland im Internat leben.

Ein Kindergarten für etwa 50 Kleinkinder ist auch vorhanden in Mont Roland.

Eine Schulpatenschaft für ein Jahr beträgt 82 Euro pro Kind.

 

 


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