Besuchsbericht 2020

Dortmund Februar 2020

Liebe Schulpaten und Förderer der Solidarität Senegal,

das Senegalesische Sprichwort
Jang na nuyu
bedeutet:         Grüße erst einmal, bevor du etwas anderes sagst

 

Das möchten wir auch tun und grüßen Sie sehr herzlich.

Bei unserem Abflug aus Brüssel in diesem Jahr war es erheblich wärmer als wir es in den letzten 44 Jahren erlebt haben. Ebenso ungewöhnlich kamen wir im Senegal bei einer extremen Hitze an. Klimawandel überall. Diese Hitze bis 48 Grad hatte uns eine Woche im Griff, so dass wir unsere Aktivitäten auf Null herunter schraubten. Selbst die Hitze gewohnten Senegalesen stöhnten.

Dann wurde es etwas erträglicher und wir konnten mit unseren Besuchen beginnen. Eine freudige Über­raschung und Erleichterung erlebten wir auf der Fahrt zur Schule. Die Autobahn von unserem Auf­enthaltsort in Richtung Mont Roland war fertigges­tellt und verkürzt die Stecke nun um eine halbe Stunde. Da das Auto unseres Fahrers keine Klimaan­lage hat, ist jede Minute kürzer eine Wohltat.

In der Schule wurden wir schon erwartet und sehr herzlich begrüßt. Es ist so schön zu sehen, wie gut sich dieses Schulzentrum im Laufe der 22 Jahre die wir es besuchen, entwickelt hat und mit wie viel Interesse und Engagement die Lehrer und Erzieher bei der Sache sind. Wir führten inten­sive Gespräche mit den Lehrern und Erziehern, die Ihnen allen sehr dankten für die Unterstützung der Schule.

Durch die Renovierungsarbeiten an den im letzten Jahr sehen die Gebäude und Klassenzimmer sehr gut und sicher aus.

Da der Kindergarten wegen Platzmangel erneuert werden muss, fanden die Kinder in zwei Klassenzimmern Unterku nft. Wir konnten bei einem Sportunterricht der Vor­schulkindergartenkinder zusehen. Schade, dass Sie

das nicht mit erleben konnten. Teilweise kamen uns die Tränen vor Lachen über den Eifer und die Tollpatschig­keit der Kinder. Bei diesen Temperaturen Sport zu trei­ben ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Danach durften sich alle Sportler im Klassenzimmer auf einer Matte ausruhen, dicht an dicht gelegen. Ein toller Anblick.

Wie jedes Jahr haben auch in diesem Jahr einige Paten Geschenke für ihre Kinder mitgegeben, die natürlich immer ein Lachen in die Gesichter zaubern. Aus Platz- und Gewichtgründen können wir natürlich nicht für alle etwas mitnehmen.

Zurzeit gehen 343 Kinder in die Schule und 116 in den Kindergarten, der auch von der Solidarität Senegal betreut wird. 9 Lehrer und 3 Erzieher unterrichten die Kinder.

In Mont Roland hat der Staat eine neue Grundschule erbaut. Diese ist für die Kinder kostenlos. Das hat einige Eltern veranlasst, ihre Kinder von unserer Schule abzumelden und dort

hin zu geben. Wie uns die Direktorin Anna Ciss erzählte, sind aber einige schon wieder zurück gekommen, da die Eltern den Unterschied des Bildungsangebotes feststellten.

Die Eltern der Schulpaten, denen wir die von Ihnen extra überwiesenen Geldspenden übergaben, bedankten sich sehr und baten uns, ihren Dank weiterzuleiten. Immer begleitet von der Aussage, dass Sie in die Gebete eingeschlossen werden. Auch konnten wir wieder eine Reisverteilung an die Familien der Schulkinder vornehmen. Das waren 5 Tonnen Reis und Fußbälle, Extraspenden von drei Firmen. Bei der Verteilung war Abbé Ambroise und der für die Schulen der Diözese Thiès zuständige Abbé Pierre dabei. Beide haben eine besondere Beziehung zur Schule.

                 Wir hatten noch ein Treffen mit Bischof André von Thies, der uns dankte für unsere Arbeit. Er lässt Sie alle herzlich grüßen und bittet Sie und uns, im Enga­gement für die Kinder nicht nachzulassen.

Die Hitze in diesem Jahr hat uns doch zugesetzt. Aber wir sind wieder gut hier angekommen.

Noch kurz zum Corona Virus. Der Präsi­dent von Senegal Macky Sall lehnte die Rückführung von Senegalesen aus China
ab, da die klinischen Voraussetzungen für eine Quarantäne nicht gegeben sind. Nicht auszudenken was passiert, sollte das Virus in den Senegal kommen.

 

                                                                                      Mit dem senegalesischen Gruß:

Yalla na la yalla dimbali./.Möge Gott mit Ihnen sein

                              grüßen wir Sie sehr herzlich und danken Ihnen für alles, was Sie für die Solidarität Senegal tun.


                                                                                                  Solidarität Senegal 98; Heidi +Thomas Polzin, Berner Weg 5; D 44287 Dortmund, Tel +49 (0) 231 443559, E-Mail soli-senegal@web.de, Internet:  soli-senegal.de

 

Spenden bitte an:

Polzin / Solidarität Senegal, BIC GENODEM1DOR, IBAN DE 55 4416 0014 310 6666 000

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