Besuchsbericht 2018

Dortmund, Februar 2018
Liebe Paten und Förderer der Solidarität Senegal,
das war ein Schock, nach drei Wochen Wärme in eine solche Kälte zu kommen. Aber das Wetter auf der ganzen Welt
verändert sich zurzeit. Auch nach anfänglicher Hitze - an einem Tag zeigte das Thermometer 60,5 Grad in der Sonne - war es die meiste Zeit kühler als in anderen Jahren im Senegal.
 Wie jedes Jahr hatten wir wieder viele Päckchen von Ihnen für die Patenkinder im Koffer. Diese zu übergeben ist immer eine große Freude. Das Strahlen der Kinderaugen würden wir Sie gerne selbst erleben
lassen. Die von Ihnen mitgegebenen Gelder für die Familien haben wir an die Mütter übergeben. Jede Fraunahm den Briefumschlag mit einem Dankgebet für die Spender entgegen. Das berührt uns immer sehr.
Auch dafür allen Gebern einen herzlichen Dank. 20 Jahre gibt es nun schon die Solidarität Senegal, das hätten wir 1998 nicht gedacht.
  Zu unserer großen Freude war unsere
senegalesische Freundin Elisabeth gekommen, die uns damals nach Mont Rolland gebracht hatte. Und sogar das erste Patenkind Eliane kam aus Dakar,
um uns zu begrüßen und danke zu sagen für die damalige Unterstützung. Sie ist zugleich unser Vorzeigekind. Eliane war ein kluges Kind in der Grundschule in Mont Rolland, dann Abitur und Jura Studium, und jetzt schreibt sie gerade an ihrer Doktorarbeit. Auch wenn die wenigsten Patenkinder so einen Werdegang vorweisen können, einen guten Start für ihr Leben bekommen die Kinder durch Ihre Unterstützung auf jeden Fall.
Abbe Ambrosius trafen wir in Thies. Er teilte uns mit, dass der BMZ Deutschland (Bundesministerium für Zusammenarbeit) in Mont Rolland tätig wird. Man werde ein Programm starten für Jugendliche, um sie im Dorf zu halten. Es ist geplant, die jungen Menschen in effektiver Landwirtschaft zu unterrichten, damit sie zur Verbesserung der Ernährung beitragen können und damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Von der Schule können wir berichten, dass in diesem Jahr sehr viel mehr Kinder aufgenommen wurden. Aber nicht nur Schüler bevölkerten den Schulhof bei unserer Ankunft, lautstark krähte zu unserer

Begrüßung ein Hahn der mit seinen Hühnern dort spazieren ging. Diese Hühnerschar bereichert die Schulkantine mit Eiern und Hühnerfleisch.
   In diesem Jahr werden die erste und zweite Klasse zweizügig geführt. 766 Kinder besuchen die Schule und 122 Kinder den Kindergarten, der mit zum Schulprojekt gehört. Der Informatikunterricht wird ab der dritten Klasse erteilt und ist sehr beliebt.
Besonders erfreulich war zu sehen, dass auch Mädchen sich für den Informatikunterricht interessieren.
 Von einer befreundeten Hilfsorganisation bekamen wir viele hundert Stifte, Kugelschreiber, Spitzer und Blöcke, um sie mit in die Schule zu nehmen. Auch das mitgebrachte Verbandsmaterial konnte gut gebraucht werden.
   Anlässlich des 20 jährigen Jubiläums überreichten uns und - damit auch Ihnen allen - die Lehrer, die Erzieher des Kinder-gartens, sowie das gesamte Schulteam einen von einem Künstler gestalteten Dank an die Solidarität Senegal.


Den Kin
dergarten, der der Schule angeschlossen ist, besuchen wir immer sehr gerne. Man könnte die fröhliche Schar, die so aus vollen Kehlen singen kann, komplett mitnehmen. Die Erzieher fragten an, ob es uns möglich sei für Spielgeräte finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, da die vorhandenen Geräte dringend einer Renovierung bedürfen. Wir versprachen, uns darum zu kümmern.
 

So ist der Aufenthalt wieder sehr schnell vorüber gegangen. Für uns ist das Jahr eingeteilt vor Senegal und nach Senegal. Jetzt beginnt die Nacharbeit des Erlebten. Wie immer geht an Sie alle unser herzlichster Dank. Sie haben durch Ihre Mithilfe ein gutes Werk geschaffen - nun schon 20 Jahre. Wie geht es weiter?

Wir sind nicht mehr die Jüngsten und überlegen, wie lange wir diese Arbeit noch machen können.

Bleiben Sie der Solidarität Senegal verbunden, zum Wohle der Kinder



Herzliche Grüße


                 Heidi      und   Thomas Polzin


 

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