Besuchsbericht 2013

Liebe Paten und Förderer der Solidarität Senegal,

 wieder einmal trafen wir auf verständnisvolles Bodenpersonal am Flughafen in Brüssel. Sie drückten beide Augen zu, bei der Menge unseres Gepäcks, für die Schule in Mont Roland.

Nach den kalten Tagen in Deutschland empfanden wir die Wärme im Senegal als besonders angenehm. Zu unserer großen Freude überraschte uns Abbe Ambrosius in unserem Hotel.
      Er nahm dort an einem Seminar über die Vergabe von Mikrokrediten teil. Am Abend hatten wir dann Gelegenheit, über einige Dinge der Solidarität Senegal zu sprechen. Er bat uns, Ihnen

seine herzlichste Verbundenheit und seinen Dank zu übermitteln.

Da wir, außer in Mont Roland, vier Kinder in anderen Schulen und einer
anderen Stadt mit einer Patenschaft betreuen, suchten wir diese in den ersten Tagen auf.

Danach widmeten wir uns ganz der Schule in Mont Roland. Seit 15 Jahren
besuchen wir jetzt die Schule. Wie sehr hat sie sich in dieser Zeit verändert.
Ihnen, liebe Paten und Förderer, und dem Direktor Alphons Diop, ist es zu verdanken,
dass die Schule ein so hohes Niveau und gute Ausstattung erreicht hat. Danke!!

Eine weniger schöne Nachricht gab es auch. Die im letzten Jahr gekauften Ferkel,
sind bis auf ein Ferkel einer Krankheit zum Opfer gefallen, die im ganzen Umkreis von
Mont Roland die Schweine betroffen hatte. Ein neuer Versuch der Aufzucht wird gestartet.

Das Hauptanliegen bei unserem Besuch in diesem Jahr war die von der Schulleitung
gewünschte Realisation des Informatikunterrichts für die Schüler. Dafür muss ein
neues Gebäude errichtet, Strom verlegt, Tische und Stühle angeschafft werden.
Die nötigen Computer, die wir gespendet bekommen haben, stehen in Dortmund
bereit zum Abtransport in den Senegal. Wie gut, wenn Kontakte zwischen den NGOs
besteht. Dadurch haben wir die Möglichkeit, die Computer kostenlos per Zuladung zu verschiffen.

Es bleibt jedoch die Finanzierung des Gebäudes. Die Verhandlungen darüber führten
wir mit dem Chef für Schulangelegenheiten in der Diözese Thiès, Pascal MBaye und dem Schulleiter.

Das Hauptproblem ist: Wie viel finanzielle Unterstützung können wir von der Diözese
erwarten und wie viel muss die Solidarität tragen.

Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Ihrer Hilfe dieses Vorhaben verwirklichen können.
Darum bitten wir Sie herzlich, wenn es Ihnen möglich ist, das Projekt zu unterstützten.
Die erste Priorität hat weiterhin das Schulgeld der Kinder. Alle weiteren Spenden,
die von Ihnen nicht zweckgebunden sind, werden wir in diesem Jahr für die
Finanzierung des Informatikprojekts verwenden.

Zurzeit gehen in Mont Roland 453 Kinder in die Schule und 92 Kinder in den Kindergarten.
Der Direktor teilte uns mit, der Rückgang der Schulkinderzahl kommt dadurch zu Stande,
dass die Menschen in Mont Roland weniger Kinder bekommen.

 Besonders stolz ist die Schulleitung, auf den neue Bischoff der Diözese Thiès. Er war ein Schüler der Schule in Mont Roland. “Ganz so schlecht kann unsere Schule nicht sein“ meinte Alphons Diop, mit einem feinen Lächeln. Etwas mehr als die Hälfte der Schüler sind zurzeit Mädchen.

 Aus gesundheitlichen Gründen besuchten wir in diesem Jahr Schülerfamilien nicht persönlich zu Hause. Einige Mütter kamen in die Schule, um der Solidarität zu danken und um Verständnis zu bitten, dass es für sie schriftlich nicht möglich ist.

Wir vereinbarten mit dem Direktor, um Kosten zu reduzieren, nur einmal im Jahr die Patenbriefe der Kinder zu verschicken. Sollten Sie aber besondere Fragen an die Fa

milie Ihres Patenkindes haben, sind wir gerne bereit per E-Mail im Senegal nach-zufragen.

So danken auch wir Ihnen, dass wir gemeinsam ein solches Projekt unterstützen, zum Wohle der Kinder und der Entwicklung des Landes. Der im letzten Jahr gewählte neue Präsident Maky Sall wird von allen gelobt. Er versucht mit Nachdruck die Korruption zu bekämpfen, ein fast nicht mögliches Unterfangen, aber er versucht es wenigstens. Die Weltmarkpreise für Nahrungsmittel sind für die Menschen im Senegal ins Unermessliche gestiegen, aber dafür kann der Präsident nichts.

 

Ein afrikanisches Sprichwort besagt:

Menschen bilden Gemeinschaften, weil ihnen das die Möglichkeit gibt,

gemeinsam zu leisten, was sie als einzelne nicht leisten könnte.

 

Danke, dass Sie eine Gemeinschaft mit der Solidarität Senegal bilden.

 

Wir haben Ihnen einen Sack voll Sonne aus dem Senegal mitgebracht und sind sicher, sie wird auch Ihren Alttag wärmer machen.

 

 

                      Ihre Heidi und Thomas Polzin                                                                           März 2013

 

 

 

 

Solidarität Senegal 98; Heidi +Thomas Polzin, Berner Weg 5; D 44287 Dortmund, Tel +49 (0) 231 443559
E-Mail 
soli-senegal (at) web.de, Internet: http://soli-senegal.de.vu

Spenden bitte an:
Polzin / Solidarität Senegal, Volksbank Dortmund, Konto 310 6666
000, BLZ 441 600 14,
BIC  GENODEM1DOR, IBAN  DE 55 4416 0014 310 6666 000


Einige Angaben zum Senegal

(Quelle www.senegalkrankenhaus.de)



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