Besuchsbericht 2010

Liebe Paten und Förderer der Solidarität Senegal,

wir sind zurück aus dem Senegal und möchten Ihnen von unseren Erlebnissen berichten.

Seit 1976 fliegen wir in den Senegal, aber mit einer solchen Hitze (46° im Schatten) wurden wir noch nie empfangen und das fast eine Woche lang. Uns wurde drastisch vor Augen geführt, warum im Senegal die Uhren langsamer gehen. Bei einer solchen Hitze arbeiten, das geht nur im Schneckentempo. Um so erfreulicher war es zu sehen, wie sehr sich die Schuldirektion in Mont Roland bemüht, alles für die Kinder und ihre Ausbildung zu tun. Im Senegal können 39,3% der Bevölkerung lesen und schreiben. Der Anteil der Kinder, die eine Grundschule besuchen, liegt bei 71%. In Mont Roland sind es nahezu 100%, dank Ihrer Unterstützung. Die oberste Schulbehörde von Thiès, die die Schulen in Mont Roland verwaltet, möchte durch das beigefügte Schreiben ihren Dank zum Ausdruck bringen.

Die Grundschule in Mont Roland besteht aus zwei Gebäudekomplexen mit je 6 Klassenräumen. Von einer Fördergruppe aus der Schweiz wurde dem Schuldirektor ein Herzenswunsch erfüllt: Sie finanzierte eine Mauer um den Schulkomplex für die Schüler der ersten drei Schuljahre. Damit sind die Kinder vor Schlangen geschützt, und das Gebäude ist besser zu sichern. Für den Gebäudeteil, in dem die älteren Schüler unterrichtet werden, konnten wir 2008 mit Spenden Toiletten bauen. Es wäre schön, wenn auch für die Schüler der ersten drei Klassen eine Toilettenanlage finanziert werden könnte.




Eine zweckgebundene Spende zur Erstellung einer Schulbibliothek hatte uns eine langjährige Patin überwiesen. Zur Aufbewahrung der Bücher wurde ein Schrank angefertigt, und wir kauften die ersten Bücher. Für die Einbindung und Registrierung hatten wir alles aus Deutschland mitgebracht. Die Kinder waren begeistert und wollten sofort die Bücher ausleihen. Wieder ein Schritt zu mehr Bildung, die so wichtig ist.







Neben Bildung darf die Ernährung nicht zu kurz kommen. So konnten wir den Familien der Schüler wieder Lebensmittel im Namen der Paten übergeben. Und wie immer ist die Dankbarkeit Ihnen gegenüber sehr groß. Es ist zu erwähnen, dass es im Senegal üblich ist, dass Sie, liebe Paten und Förderer der Solidarität Senegal, in die Fürbitten der Menschen eingeschlossen sind. Wir können uns dem Dank nur anschließen.






Bei unseren alljährlichen Besuchen in Mont Roland stellen wir immer schrittweise Verbesserungen fest, eine schöne Entwicklung.






Ebenso wie die Schule liegt uns der
Kindergarten am Herzen, der von etwa 50
Kinder besuchen wird. Wir
konnten zwei Koffer
v
oll Spielsachen und Musikinstrumenten überbringen. Die Freude der Kinder war groß und die Instrumente wurden sofort für ein Danklied eingesetzt.




Ein großes Problem ist die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen. Mehr als 60% der Erwerbstätigen arbeitet in der Landwirtschaft. Da den Bauern oft das Geld für Saatgut fehlt, haben wir, wie schon berichtet, einen Fond angelegt für den Kauf von Saatgut. Nach erfolgreicher Ernte zahlen die Bauern im Rahmen ihrer Möglichkeiten das geliehene Geld zurück. Das Projekt ist gut angelaufen. Durch einige freie Spenden konnten wir wieder einen Betrag von 800 Euro in den Fond fließen lassen. Eine sinnvolle Hilfe zur Selbsthilfe.

Alles in allem kehren wir mit einem guten Gefühl aus dem Senegal zurück. Die Gelder, die Sie auf das Spendenkonto überwiesen haben, wurden ihrer Bestimmung zugeführt. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass wir, wie jedes Jahr, unsere Reise auf eigene Kosten. unternehmen und alle Nebenkosten für die Solidarität Senegal von uns getragen werden. Jeder Cent, der auf das Spendenkonto eingeht, geht ohne Abzug in den Senegal. 

Für Ihr Vertrauen uns gegenüber danken wir Ihnen herzlich und hoffen, dass Sie auch weiter solidarisch mit dem Schulprojekt Senegal verbunden bleiben.

    Heidi und Thomas Polzin


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Tobias Polzin,
10.04.2010, 11:55
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